Briefwechsel


Guten Morgen mein sehr verehrter Herr S.

als ich diesen heuer schönen Morgen durch mein Fenster implodieren sah, erschlugen mich schon fast vor dem aufstehen die grauen Wolken, die die Eigenschaft haben immer zu weit unten zu hängen. Piloten, Dumbo, Klassenzimmer von Erich Kästner und diverse andere Luftraumbewohner klagen mitunter erheblich über dieses Problem. Das mit den Wolken mein ich. Dunkel und grau hängen sie da oben oder eher da unten rum und erfüllen eigentlich keinen Zweck oder ist Regen und Mieswettertage ein Zweck???? Also mein sehr geachteter Herr S. selten habe ich Sie mit soviel Scharfsinn erlebt, ich weiß das könnte auch am Essen liegen, aber man sollte keiner Konsequenz die Ursache absprechen. Und Sie haben wahrlich Recht, dass die politischen Verdummungstheorien doch eher den Zweck der Selbstentfremdung nahelegen ,als dem Wohle des Volkes zu dienen. Ja die Worte unserer Kaiserin haben sich hier herübergewagt auch wenn sie eher verstoibt sind. Mein lieber Herr S. in diesen Zeiten, als wir noch unbeschwert schwer sein konnten uns gelabt haben und verlabert haben, die sind nunmehr vorbei und so schwinden Schärfe und Verstand dem eigentlichen diktatorischen Gleichnis, das wir auch das Leben nennen. Doch ach Herr S. nun habe ich Sie wieder mit meinem Gut belastet, dem Gedanken GUT und man muss doch aufpassen ob sich nicht einer schon wieder dieses Wort hat patentieren lassen.
Wahrlich beharrlich mein lieber Herr S.! Und nun erwarte ich morgen Ihre Gesellschaft? Ich habe derer schon befürchtet, das die Wege auch ja frei sind, obgleich wir eine Revolution wohl dieser Tage nicht mehr erwarten können. Sie tun sich ja immer so schwer, die Wege mein ich, da sieht doch keiner mehr durch, erst wollen sie ihre Plätze räumen um den Weg frei zu machen, doch die reifen eisener wissen ja nichts hier von dem Problem mit dem Salz und der Kohle. Und das das schon lange vor unsere zeit vorbei war, aber belehren soll man ja bekanntlich keinen, die aachner setzten da eher auf Felsen. Doch genug , was bin ich nur für ein Plaudertäschen.
In unerträglicher Leichte verberge ich meine Pfunde doch am besten wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle. Da soll die Luft dünner sein und damit auch der Körper.
Ich grüße Sie ehrenhaft und erwarte sie im Haus am Hain.

Ihre Frau G.