Rock´nRoll Frau G.


... du meine kleene schniieche langbeinige nontypische Lieblingsblondine deren Namen ich hier mal nicht nenne,wegen der vielen zuschauer.
.. die so schön machen kann mit ihren Augen die Männer so leidend...
[das wurde übrigens mit Akzent geschrieben, nur mal so]
oder.. Achtung, Ich glaub, ich hab die Grippe, die Vogelgrippe. Bitte nicht füttern und nicht nachpiepsen!

Jedenfalls hab ich mir mal Gedanken gemacht. Nach ein paar Drehungen darin und gelegentlichem Umrührens,
traf ich auf eine Schar Zwerge, die mich total wirr machten mit ihrem Herumgepiepse & Gezicke. Einer hat sogar ständig laut gerülpst. Mal ehrlich, muss so was sein?
Aber so!? Ohne mich! War eh scheiß Wetter hier! Und das Essen schmeckte mir auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Weitergehen bei +2 Crad Außentemperatur und Schneefall bis ins Genick hinein.
Und so kam ich dann auch erstmal zu der Erkenntnis, dass die liegende Acht der Brezel, eventuell den unendlich wiederkehrenden Drang nach Subtraktion symbolisieren könnte. Ich weiß - ist schlimm.
Eine weitere Feststellung lautete, du bist ne bleede Guuh.
Ich erwisch dich und dein Telefon doch eh nicht. Das hat mir erst neulich der Kamerad Telefonzelle, am Roten Turm verkündet. Dies natürlich erst, nachdem das Ding mir die Kohle gezockt hatte. Erinnerte mich stark an die Hütchenspieler-, ätsch, nicht gewonnen, Methoden.
So bin ich dann doch erstmal lieber in den Wald gegangen, mit meinem Hund und ner neuen Schachtel Kippen. Dort darf sie, wie auch in der Stadt, immer frei laufen. Aber an manchen Tagen kommt so etwas wie Wildnis in hier hoch.
Dann schnauft sie lauter als sonst, die Nase gräbt sich bis weilen tief in den Boden, die Ohren werden spitz, auch die zwei kleinen Fellzipfel dazwischen. Und ihre Augen werden groß und glasig. Jetzt sollte ihr niemand über den Weg laufen.Man erkennt wieder, dass sie ein Hund ist.
Ich liebe das. Sie flitzt davon und meist rufe ihr noch zweimal, dreimal laut hinterher. Eigentlich, ist der ohnehin hohe männliche Anteil meines Charakters so stark ausgeprägt, dass ich das, was ich sage, auch meine. Diese Erkenntnis torpediert sie aber bisweilen mit ihrer ureigenen Ignoranz.
Bis ich dann beschließe den Spaziergang alleine weiter fortzusetzen. Irgendwann, nach einer viertel Stunde etwa, trifft sie wieder auf mich.
Wenn sie dann wiederkommt, hat sie sich meist in den verschiedenartigsten Kottypen gewälzt, denen sie unterwegs begegnet ist. Arme hoch und Alarm, hier riecht es nicht nach Rosen! Der nette Duft flutet langsam mein Gehirn. Man hört sie und mich im Gehölz. Ich mir Nase zuhaltend, sie quietschvergnügt, verlassen wir beide dann den Wald.

Und so schreib ich dir eben auf Papier. Da passt auch viel mehr drauf. Die Post sagt das auch! Das kann man überall lesen. Sogar in ganz Groß. Es hängt auch gelegentlich an großen Häusern. Und es gibt Stellen, da ist das nachts beleuchtet. Elefanten wurden da auch schon gesehen.
Na jedenfalls ist das so hier, hier in der freien Welt. Jenseits dieses Zonen-DDR Dörfchen Namens Geringsdingz.
Meine harte Arbeit, als geistig schwer unterforderten und stets unterschätzten Autor dieses, in kürze hier erscheinenden Machwerkes, macht sich dadurch auch ungemein leichter. Es lassen sich unterwegs viel mehr Worte in meinen Rucksack sperren, den ich oft, auch zu Einkaufszwecken bei mir trage. Überhaupt ist der zu vielen Dingen nütze. Und zur allgemeinen Freude des Besitzers, findet man in dessen dunklen Tiefen gelegentlich Dinge, die man gar nicht vermisst hat. Ansonsten tut es mir auch gar ne Leid, das meine schreibtechnischen Ergüsse textlich, grammatisch, syntaktisch bei jedem Lyriker Selbstmordgedanken durch den Kopf jagen lassen würden. Ranitzki gebe wild wilde Flüche von sich. Von mir aus, soll er doch, dieser olle Furz. Der kann doch Kleber schnüffeln gehen oder Erotische Hörspiele aufnehmen. Sein selbstzufriedenes Aussehen verdankt doch dieser 100jährige den täglichen Einläufen mit sechs Litern Aloe-Vera-Saft. Ne, dat jeet jar nich anners!! Un dat Komma darf sich ebenfalls bitteschön verpissen!!

Im übrigen sitzen mir hier auf Arbeit, auch irgendwie immer fremde Augen störend im Nacken. Glaubt einen ja keiner. Manchmal so nah, das ich meine ihren Atem spüren zu können und schwören könnte, Stimmen zuhören. Die sind schuld! MANIPULATOREN! Aber schön bunt hier. Fuck Las Vegas! Böse fremde Mächte würde ich sagen. Mein nicht vorhandendender Psychobaudingzdoktor sicherlich eine dicke fette, buntglitzernde Akte anfertigen.
Und ansonsten bin ich auch stets viel zu betrunken von den vielen Wörtern, die ich kenn. Da kann man einfach dolle Sachen mit machen. Und Herr Wahnwitz hat dabei oft dieselben Tricks drauf wie der Igel.
Vorbildverschmelzung nennt man das dann wohl. Zum Frisör könnt der trotzdem mal wieder gehen. Der sieht doch so total beklopft aus. Teuer ist das nämlich gar nicht! 6,54€ ! Kein deut besser als die Lotte! Hab ich dir schon erzählt dass die nun jetzte schon zum dritten Mal die siebente wiederholt?! Aber ich sag da gar nichts mehr dazu, denn ich schwöre, ich habe alles versucht. Tagelang. Nächtelang. Subtrahiert, addiert, malgerechnet, Chemiebaukasten gesprengt, Rilke, Goethe, Schiller gelesen und interpretiert, Moleküle hier Reduktion da. Reduktion, STEPHANIE!
Neulich kam in mir aber so ein Anfall von Klarheit hoch. Kann die Lotte vlei einfach nur nicht lesen.
Das Schild “Jepis**t wird woanners!“ ignoriert sie nämlich auch gelegentlich. Sicherlich wird mir da eine von den Hundenannys helfen können. Zum Glück gibt’s die ja jetzt in allen Farben und auf allen Sendern. Da bekomme ich bestimmt auch eine ab. Denn der Nebel muss doch wegzubekommen sein. Wenn das alles nicht hilft, werde ich mir Farbfilme von alten Zeiten anschauen. Ich werde mich erinnern. Ich werde erinnert. Und es kann sein, das ich einfach schlafen gehe, damit der Schlaf diese Tragödien vergessen macht. Das kann mitunter ganz gut. Ansonsten könnte ich auch noch einfach gehen. Einfach weg sein. Nur mal kurz. So wie man mal eben schnell zum Kippenautomaten flitzt.Denn ich wollte schon immer mal wissen, wie das ist, weg zu sein.
Jetzt werde ich aber erst einmal Freundschaft schließen, mit der Tafel Schokolade, da auf meinem Tisch.

...Pack deine Sachen ein und aus... wir sehen uns auf der Gautsch im zweiten...